InfoMail vom INNOVATIONSTEAM | 2/2017 |

Herzlichen Glückwunsch zu so viel Erfolg!

Die Kühe von Familie Augustin haben bei der Schau der Rinderallianz in Karow wieder zahlreiche Titelgeholt. Klaus-Dieter Augustins Kühe sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und nun stellte er erneut die „Miss Karow“ als Gesamtsiegerin der Schau.

Diese tollen Kühe haben sich einen modernen Stall mit viel Komfort mehr als verdient. Endlich genug Platz, Licht und Luft für weiterhin gesunde Kühe mit hohen Lebensleistungen. Das InnovationsTeam durfte den Stall planen und im letzten Jahr baulich umsetzen. (Im Infomail 6/2016 berichteten wir über den Bau mit all seinen Details).

In der letzten Woche nun, nach der Schau, konnten die Kühe endlich in ihren neuen Stall einziehen und das NDR-Fernsehen berichtete darüber im NDR- Journal zur besten Sendezeit. Es ist ein wirklich schöner Bericht, den wir mit Ihnen teilen möchten. Sie können es sich ansehen unter:

Augustin GbR: 280 Kühe ziehen in den neuen Stall

Wir gratulieren Familie Augustin zu einer sehr gelungenen Öffentlichkeitsarbeit und natürlich zu unserem gemeinsamen Bauprojekt, dem neuen Stall. In diesem Stall wünschen wir Familie Augustin weiterhin züchterisch das richtige Händchen und viel Erfolg mit dieser tollen Herde.

So macht Milchviehhaltung Spaß. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen tollen Start in den Frühling.

Ihre Christiane Brandes

InnovationsTeam

Familie Augustin mit der Miss Karow 2017 „BcH Janine“

Das NDR- Fernsehen im neuen Melkstand. Alle warten auf die Kühe. Das allererste Melken und das bei laufender Kamera – alles klappt prima!

 

Fit für die Zukunft –
eine DDR-Typenanlage erhält ein „Update“.

InfoMail vom INNOVATIONSTEAM | 1/2017 |

 

Das neue Melkhaus in Stove sieht gut aus und ist praktisch.

In einem ersten Stallrundgang mit der Geschäftsführung und dem InnovationsTeam wurde schnell deutlich, wo noch erhebliches Potential zur Optimierung der Milchviehhaltung steckte: Der Fischgäten-Melkstand war in die Jahre gekommen und ohne Schnellaustrieb war das Melken nicht nur für die Kühe, sondern auch für die Melker sehr zeitintensiv und langwierig. Hier musste eine neue Lösung her, um ansprechende Arbeitsplatzbedingungen zu schaffen.
Ein moderner Melkstand mit Schnellaustrieb und großem Vorwartehof würde die Melkzeiten verkürzen und die Arbeit erleichtern. In der Nähe des Vorwartehofs ließe sich auch ein dringend nötiger Sortier- und Behandlungsbereich für die Kühe anordnen. Außerdem böte sich mit dem neuen Melkhaus die Chance die Büros und Sozialräume dem heutigen Standard anzupassen und die weit entfernt liegende Verwaltung mit einziehen zu lassen. Als Nadelöhr der Produktion der Herde erwies sich außerdem, dass sich die gut 600 Kühe nicht richtig gut auf die Geburt vorbereiten konnten. Zu eng und mit wenig Ruhe direkt neben den Treibewegen fehlte dem Fluchttier Kuh, die zur Geburt nötige Abgeschiedenheit. Ein gut durchdachter „ Reprostall“ für die Kühe in der Vorbereitung musste her. Mit mehr Platz für das einzelne Tier und entsprechende Fang bzw. Gruppierungsmöglichkeiten würden Probleme rund um die Kalbung sinken und ein optimaler Start in die neue Laktation wäre gewährleistet. Soweit die Vorstellungen.
Nicht ganz einfach, denn die bestehende Anlage liegt mitten im Wald, ist als BImSCHG Anlage genehmigt und weiterer Platz zum Ausweichen war eigentlich kaum vorhanden. Nun heißt es, geschickt zu planen. Die Idee: Ein bisschen Wald muss gefällt und Erde abgetragen werden. Und alte, vorhandene Gebäude werden umgenutzt. Wichtig dabei: Keine Kompromisse für die Kühe und spätere Nutzung!

 

Das Melkhaus mit dem einseitigen Rücktrieb.

 

Vor dem Melkstand ist der Umtrieb zu erkennen.

Ein neues Melkhaus mit 2 x 16 Side-By-Side Melkstand mit Schnellaustrieb und Apollomelksystem entsteht. Mit dem ApolloMilkSystem erfolgen das Melken, das viertelindividuelle Ausmelken sowie das anschließende Dippen und die Zwischendesinfektion des Melkzeuges vollautomatisch in einem Durchgang. Das erleichtert die Arbeit und hält Melkroutinen ein. Der eigentliche Clou des Melkhauses ist jedoch: Der Rücktrieb ist einseitig angeordnet und ermöglicht, dass alle Kühe durch eine Selektion direkt in den Behandlungsbereich laufen. Sowohl der Selektionsbereich, wie auch der Vorwartehof werden mittels Flushsystem mit dem mehrfach genutzten Abwasser gereinigt. Trotz einseitigem Rücktrieb möchten wir, dass die Melker sauber und trocken ihren Arbeitsplatz erreichen ohne durch schmutzige Treibewege zu laufen. Dazu wurde ein Tunnel fürs Personal angelegt, der direkt in die Melkergrube führt. Diese Idee habe ich direkt aus Utah in den USA mitgebracht. Jetzt funktioniert erfür Kühe und Melker ebenfalls hervorragend in Nordwestmecklenburg bei der Agrargenossenschaft Stove.
Ein höhenverstellbarer Fussboden liefert den nötigen Laufkomfort beim Melken. Die Milch wird außerhalb des Melkhauses, neben dem Technikbereich in einem 20.000 Liter fassenden Hochsilo, ergänzt durch weitere 6.000 Liter innen liegend, gelagert.

Knut Brockmann im Gespräch mit Christiane Brandes direkt neben dem Eingang zum Tunnel.

Das Melkhaus ist zweigeschossig und bietet den Büro- und Sozialräumen im Obergeschoss viel Platz und eine tolle Aussicht bis auf die Ostsee.

 

Aus alt macht neu! Eine DDR-Bergehalle wird zum Reprostall

 

Aus der Bergehalle ist ein Reprostall mit Ausläufen geworden.

Die große hohe Bergehalle aus Zeiten des Sozialismus ist wie gemacht für einen geräumigen Reprostall. Es ergibt sich die Möglichkeit Kühe in verschiedenen Gruppen auf Stroh zu halten. So sind 80 Tierplätze entstanden. Mit Fressgittern und Einzelfangrahmen versehen, lassen sich Kühe bei Problemen gut und sicher festsetzen. Für die Sommermonate können sie außerdem einen unüberdachten Außenbereich aufsuchen. Die Vorbereitungskühe kommen in die jeweilige Gruppe und verbleiben dort bis zur Abkalbung. Selbst wenn Sie dann alleine in der Gruppe sind, werden sie nicht umgestellt; dass vermeidet überflüssige Rangkämpfe.
Herr Knut Brockmann ist damit sehr zufrieden. „Probleme rund um die Abkalbung haben wir kaum noch, denn die Tiere haben so viel mehr Ruhe“. Für die frühe Trockenstehphase ist ein kleiner separater Stall entstanden, der an einen großen Auslauf grenzt. Der Sandboden macht die Benutzung auch im Winter möglich und stellt den Fitnessbereich der Kühe dar.
Mit dem Bau wurde- nach langer Genehmigung eines BImSchG Verfahrens – 2015 begonnen und in zwei Bauabschnitten bis November 2016 fertig gestellt.
Unter Leitung von Bautechniker Andreas Suhrbier vom InnovationsTeam entstand in dieser Zeit außerdem: Ein Kälberstall für die 82 Kälber bis 8 Wochen. Im Bereich des alten Melkstandes sind neue Liegeplätze entstanden, ein Tierarztraum, Lagerbereich für Trockenfuttermittel, dazu ein Komponentenlager mit 6 Hochsilos, eine Erweiterung der Fahrsiloanlage auf 5 Kammern und Dunglegeplatte mit 3 Meter hohen Betonwänden. Mit all diesen Komponenten ist aus der alten Typenanlage ein sehr funktionaler zukunftsweisender Standort für die Milchproduktion geworden.
Wir danken den Bauherren für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns mit Ihnen über die gelungene bauliche Lösung.

 

Ihre Christiane Brandes

InnovationsTeam

 

 

Das fängt ja gut an…das neue Jahr!

InfoMail vom INNOVATIONSTEAM | 1/2017 |

Bevor die Weihnachtszeit nun ganz vorüber ist, möchte ich für diejenigen unter Ihnen, die es nicht gesehen haben, den Link zur Heiligabendausgabe der taz (zum Artikel) aus Berlin teilen. Ein linkes Blatt widmet seine Weihnachtsausgabe dem Thema Stall. Ich gebe zu mir war etwas unwohl bei dem Interview mit dem zuständigen Journalist, welches mit Fragen wie: „Kühe gehören aber doch eigentlich auf die Weide“ oder „müssen es denn immer so große Ställe sein“ begann. Doch erfreulicherweise stieß ich auf einen aufmerksamen Zuhörer, der gegen Ende des Gesprächs doch nachdenklich geworden schien und seine Zusammenfassung war an prominenter Stelle zu lesen.

Seit meinem Studium des „Tierwohls“ im Rahmen des AgriCareerNet an der Universität Göttingen im vergangenen Jahr, welches sich ausgiebig der Prognose und Analyse der Verbrauchererwartungen widmet, erscheint es mir wichtiger denn je, dass wir als Tierhalter sachlich und empathisch unsere Positionen diskutieren.

InfoMail 01 taz 24.12.2016

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Rock River Laboratory Europe veranstaltet erstes „NDS-professional Anwenderseminar“

Um unsere Kühe noch effizienter und ressourcenschonender füttern zu können, haben wir im vergangenen November die Zusammenarbeit mit Rock River Laboratory aus den USA zur Futter- und Grundfutteranalyse begonnen (www.RockRiverLab.eu). Aber nicht nur die Analyse sondern vor allem die Umsetzung am Futtertisch ist wichtig. Verarbeitet werden die gewonnen Analyseergebnisse dabei am besten mit einem dynamischen, CNCPS basierten Rationsberechnungsprogramm wie z.B. NDS-professional (www.rumen.it).

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir den Gründer und Geschäftsführer Ermanno Melli aus Italien nach Mecklenburg eingeladen.

Am 24. und 25. Januar 2017 findet dazu ein erstes Anwenderseminar statt. Jeder Teilnehmer erhält eine Lizenz und wird zwei Tage lang am eigenen Computer in das Programm eingeführt. Beginnend mit der Erläuterung des CNCPS- Models, wird der Import von Daten, Aufbau von Rationen bis hin zur tatsächlichen Erstellung von Rationen für laktierende, trockene Kühe und Jungrinder erarbeitet. Unterstützt werden wir dabei durch den langjährigen NDS-Anwender Dr. Lothar Knopf. Um effizient lernen zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch in Wittenburg in Mecklenburg statt. Bitte melden Sie Ihr Interesse unverbindlich an. Detaillierte Informationen ab 10.01.2017.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Jahr

Ihre Christiane Brandes

InnovationsTeam Christiane Brandes